Rund ein Jahr nach dem ersten Nachweis der Staupe Krankheit in Rheinland-Pfalz breitet sich die Infektion unter Wildtieren im Land weiter aus.

Koblenz – Während im vergangenen bei insgesamt drei Tieren die Infektion nachgewiesen wurden, waren es in diesem Jahr bislang schon acht, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz mitteilte. Bei den aktuellen Fällen handele es sich allesamt um Füchse, erklärte eine LUA-Sprecherin am Mittwoch. Demnach kamen sieben der Tiere aus dem Rhein-Lahn-Kreis, eines aus dem Westerwald. Zuvor hatte die „Rheinzeitung“ darüber berichtet.

Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Für Tiere kann sie tödlich enden. Das Staupevirus kann Füchse, Hunde, Marder, Dachse und Waschbären befallen, beispielsweise bei direktem Kontakt mit den Ausscheidungen anderer infizierter Tiere. Zu den typischen Symptomen gehören Fieber, Durchfall und starker Gewichtsverlust. Die Staupe ist laut LUA eine der weltweit bedeutendsten Infektionskrankheit bei Raubtieren. Sie breitet sich seit 2008 in Deutschland von Osten her immer weiter Richtung Westen aus.