Impfungen haben grundsätzlich den Sinn, den Körper gegen Krankheitserreger „immun“ zu machen. Ein gesunder Hund ist jedoch sehr widerstandsfähig und kann mit vielen Umwelteinflüssen klar kommen.

Das ist ähnlich wie beim Menschen: Ist das Immunsystem intakt, kriegen wir auch keine Grippe. Es gibt natürlich ein paar Grundimpfungen, die jeder Hund haben sollte. Ein Zuviel an Impfungen schadet jedoch mehr, als es nützt – und schwächt den Hund insgesamt.

Die Grundimpfungen – ein must-have

Grundsätzlich sollte jeder Hund bereits als Welpe gegen Staupe und Parvovirose geimpft sein. Auch eine Hepatitis-Grundimmunisierung ist sinnvoll. Tollwut, genauer gesagt die Fuchstollwut, kommt eigentlich in Deutschland und Österreich nicht mehr vor. Eine Impfung ist dennoch sinnvoll, da auch vereinzelt Fälle von Fledermaustollwut auftreten und dein Hund in Kontakt mit einem ausländischen, infizierten Hund kommen kann. Viele Länder schreiben außerdem eine Tollwutimpfung für die Einreise vor.

Wie oft muss ich impfen?

Bei der SHP- Impfung (Staupe, Parvovirose, Hepatitis) werden im Welpenalter zwei bis drei  Impfungen vorgenommen. Weitere Wiederholungsimpfungen sind nicht nötig, die Immunisierung hält das ganze Hundeleben an.  Die Tollwutimpfung wird im Abstand von ein bis drei Jahren aufgefrischt, je nach Impfstoff. Eine Grundimmunsierung im eigentlichen Sinn ist bei der Tollwutimpfung nicht nötig, sie wirkt mit der ersten Injektion.

Was ist überflüssig bzw. kann schaden?

Gerade in den letzten Jahren sind einige Impfungen im „Trend“, die nicht immer wirklich nötig sind. Ein gutes Beispiel ist die Borreliose-Impfung, die nicht zwingend vor dem Ausbruch der Krankheit schützt und starke Nebenwirkungen haben kann. Nach den neuesten Erkenntnissen werden die wenigsten durch Zeckenstich mit Borreliose infizierten Hunde auch wirklich krank.

Der Schutz durch eine Leptospiroseimpfung ist auch nicht sicher und die Impfung gegen Zwingerhusten bekämpft nur einen einzigen Bakterienstamm. Ob diese Impfungen für deinen Hund sinnvoll sind, klärst du am besten mit deinem Tierarzt ab.

Was ist Parvovirose?

Die Hundeseuche, medizinisch Parvovirose, ist eine Infektionskrankheit beim Hund. Sie wird durch Viren aus der Familie der Parvoviridae hervorgerufen. Sie kommt weltweit vor und zeigt sich in erster Linie durch schweren Erbrechen, hohes Fieber und Durchfall beim Hund. Es zeigen aber nur etwa zehn Prozent der infizierten Hunde Symptome.

Was ist Staupe?

Die Staupe beim Hund ist eine gefährliche Viruserkrankung, die allerdings nur noch selten auftritt, da die meisten Hunde geimpft sind. Staupe führt zu ganz unterschiedlichen Symptomen, die hauptsächlich die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt sowie das Nervensystem des Hundes betreffen.

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