Manch einem Hundebesitzer mag es vorkommen wie eine Krankheit, wieder andere fragen sich, wo denn das Problem sein soll: der Fellwechsel.

Die meisten Hunde spielen zweimal im Jahr Fell wechsle dich. Im Frühling dient der Fellwechsel zur Vorbereitung auf einen (hoffentlich) warmen Sommer, und im Herbst wird für den nassen, kalten Winter vorgesorgt. Dieser Anpassungsmechanismus braucht sechs bis acht Wochen, bei den Seniors kann’s auch mal etwas länger dauern.Immerhin wird jedes einzelne Haar erneuert. Und im Frühling ist der Wechsel auch aufwendiger, da zu Jahresbeginn das dichter gewachsene Haar des Winterfells, bei vielen Rassen ergänzt durch eine flauschige Wollschicht unter dem Deckhaar, ausfallen muss, um dem leichteren Sommerfell Platz zu machen. Denn: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

Um dem Hund mal was Gutes zu gönnen und damit du nicht an den Hundehaaren erstickst, kannst du ihn regelmäßig bürsten.

Wenn du ihn nebenbei bürstest, dir auch mal länger Zeit nimmst, um ihn zu bürsten, und ihn jeden Tag regelmäßig bürstest: kannst du die Anzahl der umherfliegenden Wohnungshaare laut Werbung um bis zu 90% reduzieren. Fakt ist: beim Bürsten landen die alten Haare eben nicht über den Umweg von deiner Couch in den Müll, sondern direkt vom Hund in die Bürste. Immerhin! Außerdem enthält dein Schatzi dabei eine wunderbare Massage, die sich durchblutungs- und beziehungsfördernd auswirkt.

Einige Ärzte empfehlen in dieser Zeit, den Fellwechsel durch spezielles Futter, samt hochwertiger Öle und bestimmter Nährstoffe, zu unterstützen.

Wahrscheinlich ist es klug, wenn du das Prozedere bei deinem Hund zunächst mal beobachtest. Wenn du deinen Hund (hoffentlich) sowieso gut ernährst, ist ein anderes Futter zum Fellwechsel nicht nötig. Bei Problemen kann eine generelle Futterumstellung oder eine vom Tierarzt empfohlene Biotin-Kur sinnvoll sein.

Fellwechsel regelmäßig bürsten hilft
Fellwechsel gute Ernte im Frühling

Wenn dir an dieser Stelle auffällt, dass dein Peruanischer Nackthund sich irgendwie so gar nicht auf den Winter vorzubereiten scheint: Bingo, es gibt Ausnahmen! Es gibt Rassen, die durch Genmutationen oder gezielte Züchtung kein bis wenig Fell besitzen, das sie dementsprechend auch nicht wechseln können. In solch einem Fall musst du dich darum kümmern, das heißt: wenn dein Hund friert musst du entweder den ganzen Tag mit ihm drinnen bleiben (nicht wirklich), oder ihm etwas anziehen (yeah!). Achte dabei auf hundegerechte Kleidung, die beim Laufen und Spielen nicht stört. Mit weitmaschigen Pullovern kann man schon mal an einem Ast hängen bleiben.

Wie hitze- und kälteempfindlich dein Hund ist hängt allerdings nicht nur davon ab, wie kurz oder lang das Hundehaar ist, sondern auch welche Farbe es hat, ob eine Unterwolle vorhanden ist und wie lang die Schnauze des Hundes ist (je länger, desto besser kann er seine Temperatur durch Hecheln regulieren).

Eine weitere Besonderheit sind die Hunderassen, deren Fell gar nicht ausfällt.

Schnauzer, Norfolk Terrier, Malteser und noch einige andere Rassen verlieren ihre Haare nicht. Dann fliegen die abgestorbenen Haare zwar nicht in der Wohnung umher, dafür fällt Arbeit in Form von Trimmen oder Scheren an. Das kann zwar auch der Friseur deiner Wahl erledigen, dafür lässt er sich das was kosten. Hunde deren Fell nicht ausfällt, sind also nicht per se günstiger.

Wann es denn Zeit ist, um vom Bikini in den Winterpelz zu schlüpfen, entscheidet die innere Bio-Uhr deines Hundes. Sie erkennt wann die Tage kürzer oder länger werden, wie die Temperaturen sich entwickeln. Und auch der Hormonstatus des Hundes spielt eine Rolle. Deswegen haaren kastrierte Hunde quasi ganzjährig und Hündinnen verstärkt zu Beginn der Läufigkeit.