Du willst mit deinem Hund raus, oder dein Hund soll dich mal rausbringen? Dann ist Dogtrekking vielleicht was für euch.

Wenn du zwar in der Stadt arbeitest, deine Zeit aber am liebsten mit Outdoor-Sport vertreibst und häufig über Land unterwegs bist, kannst du deinen Hund natürlich mitnehmen.

Beim Dogtrekking ist eure Kondition gefragt. Wenn ihr zu Fuß, auf Skiern oder mit Schlitten durch die Wildnis geht, lauft, fahrt oder klettert, kommt ihr wahrscheinlich ordentlich ins Schwitzen. Deswegen solltet ihr beide nur so viel trekken wie ihr könnt.

Da eine Trekking-Tour viel Zeit in Anspruch nimmt, festigt diese Hundesportart eure Bindung. Zum einen auf der psychischen Ebene, durch die intensive Zeit, die ihr bei Wind und Wetter erlebt. Und zum anderen auch physisch, denn beim Dogtrekking seid ihr permanent durch eine Leine miteinander verbunden. An einem Hüftgurt befestigst du die maximal 3 Meter lange Zugleine, dein Hund bekommt ein Zuggeschirr, damit die Halswirbelsäule nicht zu stark belastet wird. Die Leine ist mit einem Ruckdämpfer ausgestattet, wie er für den Schlittenhunde-Sport entwickelt wurde.

Was du brauchst hängt von der Tour ab, die du machen willst.

Als Dogtrekking gilt die Tour offiziell dann, wenn du und dein Hund mindestens 80 Kilometer in mindestens 2 (oder mehr) Tagen zurücklegst. Beim Dogtrekking werden häufig auch viele Höhenmeter zurückgelegt, die den ein oder anderen Kilometer offiziell ersetzen. Was längenmäßig drunter ist, wird als Doghiking bezeichnet, was als guter Einstieg für Anfänger oder Unentschlossene genutzt werden kann. Die Streckenlänge beim Doghiking beträgt zwischen 40-50 Kilometer, die an einem Tag zurückgelegt werden. Teilweise werden noch kürzere Touren angeboten, um dich und deinen Hund auf den Geschmack zu bringen. Diese Varianten sind auch etwas für jüngere und ältere Menschen und Hunde geeignet.

Den Hundesport Dogtrekking haben tschechische Schlittenhund-Sportler erfunden. Weil sie die schneelosen Monate auch irgendwie mit Hund und Sport im Freien verbringen wollten, kamen sie auf die Idee ein Training für den Sommer zu entwickeln. Mittlerweile sind die unterschiedlichsten Hunderassen beim Dogtrekking zu finden. Wichtig ist nur, dass Mensch und Hund gesund und fit ins Training starten. Das Mindestalter des Hundes sollte 18 Monate sein, damit der Bewegungsapparat nicht zu stark leidet, während er noch in der Wachstumsphase ist.

Mittlerweile finden in einigen Ländern auch Dogtrekking-Rennen statt. Seit 2012 existiert ein europaweiter Cupbewerb. Dabei bekommen die Teilnehmer Karten und Wegbeschreibungen für den Trail, dessen Abschnitte in bestimmten Zeiten zurückgelegt werden müssen. Die Pflichtausrüstung für den Trail besteht aus einer Erste-Hilfe-Ausrüstung, Booties für den Hund (Pfotenschutz), Schlafsack, Unterlage, Stirnlampe, Kartenmaterial, Wasser, Futter und Fressnapf. Wenn der Trail besondere Anforderungen bereit hält wird die Ausrüstung um das ein oder andere Equipment erweitert.