Hunde haben viele positive Effekte auf die Gesundheit des Menschen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei deren Wirkung auf unser Allgemeinbefinden, unsere Psyche, aber auch auf unser Immunsystem. Hunde sind für uns die beste Möglichkeit, uns spielend jung, gesund und fit zu halten.

Die Bewegung mit einem Hund fördert die Durchblutung und das Lymphsystem

Die beiden wichtigsten Transportsysteme für Botenstoffe und Nahrungsbestandteile sind bei Hund und Mensch Blutkreislauf und Lymphsystem. Beide dienen zudem dem Abtransport von Giftstoffen, wie Kohlendioxid und anderen Abbauprodukten unseres Stoffwechsels. Ein Hund bringt uns dazu, sich täglich an der frischen Luft zu bewegen und ihm ist dabei egal, ob es stürmt, regnet, schneit oder die Sonne scheint. Dadurch fällt es uns leichter, den eigenen, inneren Schweinehund zu überwinden und mit dem Hund Gassi zu gehen – wer kann schon den Augen seines besten Freundes widerstehen?

Diese tägliche Bewegung und Routine fördert nicht nur unser Muskelsystem, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere Durchblutung aus. Das liegt zum einen an der höheren Herzaktivität, aber auch an unseren Muskeln, welche bei Bewegung helfen, das Blut wieder zurück zum Herzen zu pumpen. Beim Lymphsystem ist die Wirkung von Bewegung sogar noch ausgeprägter, weil dessen Fluss ausschließlich durch Muskelbewegungen erfolgt.

Die positive Auswirkung der Bewegung mit dem Hund hilft uns, Krankheiten zu besiegen

Unser Lymphsystem ist gleichzeitig der Hauptwirkungsort unseres Immunsystems. Die meisten Zellen, welche zu diesem System gehören, befinden sich zumindest einen Teil Ihres Lebens dort. Die Lymphe wird in den Lymphknoten gefiltert, wo durch so genannte Dendritische Zellen auch Immunantworten ausgelöst werden können. Mehr Bewegung führt also zu einer verbesserten Immunabwehr.

Hunde fordern unser Immunsystem

Ein großes Problem der modernen Zivilisation ist, dass sich unser Immunsystem langweilt. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen es entstanden ist, hat es heute nur noch wenig mit Bakterien, Viren und Parasiten zu kämpfen. Das führt immer häufiger zu Zivilisationskrankheiten, wie Allergien und Autoimmunerkrankungen (z. B. Morbus Chron, Colitis Ulcerosa, Diabetes Typ II, Rheuma, Morbus Bechterew, usw.).

Ein Hund trägt eine Vielzahl harmloser Bakterien, Viren und Pilzen mit sich. Dies gilt natürlich besonders dann, wenn er im Schlamm buddelt oder im See schwimmen geht. Durch den intensiven Kontakt mit unserem Vierbeiner kommt auch unser Immunsystem mit diesen Mikroorganismen in Kontakt. Man könnte auch sagen, dass dadurch unser Immunsystem etwas mehr „zu tun bekommt“, denn wir als Erwachsene spielen selten selbst im Schlamm und bewegen uns auch sonst eher in einer sehr sterilen Umgebung. Diese „Aufgaben“ können dabei helfen, unser Immunsystem zu beschäftigen und zu verhindern, dass es sich gegen uns wendet und so Autoimmunerkrankungen verursachen kann.

Durch den engen Kontakt mit deinem Liebling und dadurch, dass du mehr Zeit an der frischen Luft verbringst hilfst du deinem eigenen Immunsystem dabei, besser zwischen dem eigenen Körper, Umwelteinflüssen und schädlichen Einflüssen zu unterscheiden. Zudem wirken die kleinen Dosen an pathogenen Erregern als eine Art Impfung für den Ernstfall.

Fazit

Hunde sind ein echter Gewinn für unser Immunsystem: Nicht nur dadurch, dass wir uns mehr bewegen, sondern auch weil sie unserem Immunsystem helfen harmlose Umwelteinflüsse von schädlichen Pathogenen zu unterscheiden. Nicht unterschätzen solltest du zudem die positive Wirkung eines Hundes auf unsere psychische Gesundheit, welche hier nicht näher diskutiert werden konnte. Auch eine gesunde Psyche wirkt sich indirekt positiv auf den Zustand unseres Immunsystems aus. Tolle Sie mit deinem Hund und habe Spaß – Dein Immunsystem wird es dir danken!