Gesundheit des Welpen

Vielleicht bist du kein Arzt. Dennoch bist du für die Gesundheit deines Welpen verantwortlich und noch bevor du ihn kaufst, kannst du den Gesundheitszustand des Welpen selbst prüfen. Zum einen durch deinen eigenen Hundeverstand, zum anderen durch Nachweise.

Du selbst kannst das Aussehen und das Auftreten des Welpen bewerten. Dazu zählt nicht nur der Rassestandard wie er im Buche steht, sondern der Allgemeineindruck, den du bei den Besuchen bekommst. Wirkt das Fell stumpf oder schmuddelig, sind die Augen verklebt oder sieht der Welpe sonst irgendwie seltsam aus, kann das ein Hinweis darauf sein, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Guck dir auch an, wie sich dein Welpe in seinem Umfeld verhält. Liegt er bei jedem deine Besuche nur still im Hundebett oder erkundet er nach einige Zeit die Umgebung? Spielt er mit seinen Geschwistern? Wie reagiert er auf deine Versuche ihn zu streicheln?

Das Verhalten des Welpen wird in den ersten Wochen entscheidend durch den Umgang mit seiner Mutter und den Geschwistertieren geprägt. Damit sich die Psyche des Hundes normal entwickeln kann, sind mindestens acht Wochen Aufenthalt bei der Mutter erforderlich. Noch besser sind natürlich zehn. Dann ist der Welpe bereit für deine mütterliche Fürsorge.

Außerdem genießt ein Welpe der bei seiner Mutter trinken durfte den Vorteil, die mütterlichen Antikörper bekommen zu haben, da der Welpe nicht gleich selbst Antikörper bilden kann. Solange er an der Zitze hängt, trinkt sich der Welpe sein Immunsystem fit. Das kannst du beim besten Willen nicht selbst leisten!

Impfungen

Ob für seine Gesundheit gesorgt wurde kannst du durch die Dokumentation im Impfbuch bzw. Heimtierausweis nachvollziehen. Es gibt unterschiedliche Impfpläne und der Züchter sollte begründen können, warum er (bzw. sein Tierarzt) sich für den jeweiligen entschieden haben. In der Regel wird in der 6. bis 8. Woche Parvovirose und Zwingerhusten geimpft und Hepatitis, Leptospirose, Staupe, Tollwut zwischen der 8. und 10. Lebenswoche. Das heißt, dass du evtl. schon bald mit deinem Kleinen zum Tierarzt musst, weil diese Grundimmunisierung nicht komplett ist oder Auffrischungsimpfungen anstehen.

Das Thema Impfen ist eine Kontroverse und es empfiehlt sich vor der Anschaffung eines Hundes eine Meinung dazu zu haben. Die jeweiligen Vor- und Nachteile der Impfungen lassen sich auch besser nachvollziehen, wenn du dich mit den dazugehörigen Krankheiten auseinandergesetzt hast.

Bestimmte Hunde haben außerdem rassespezifische Krankheiten. Je nach Rasse werden bis zur Übergabe des Welpen also bestimmte Tests durchgeführt, die teilweise in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müssen. Darüber kann dich der Züchte und auch ein Tierarzt genauestens informieren.