Kurz nach der glücklichen Adoption der Bulldogge „Diggy“, wird die Familie Opfer eines ungerechten Hundegesetzes.Die Geschichte um Bulldogge „Diggy“ ist zum Haare raufen, Eine Geschichte aus Detroit, USA, wie sie aber auch in Deutschland jeder Zeit passieren könnte.

Die Geschichte vom Glück der Buldogge Diggy

Eigentlich wollte ich von diesem „Dream-Team“ Musiker Dan und Bulldogge Diggy schreiben. Von einem traurigen Streuner, der vom Tierheim „Detroit Dog Rescue“, von der Straße geholt wurde und obwohl der junge Hund so eine süße Knutschfresse hat, monatelang im Tierheim übersehen wurde und erst von dort adoptiert wurde, nachdem die Betreiberin ein Foto von Diggy alias Wiggleton auf Facebook gepostet hatte.

Alles fing so stark an, da sind Dan, dieser coole Musiker und seine Freundin Megan aus Waterford im US Staat Michigan. Beide sehen den Post des Tierheims und verlieben sich sofort in den Hund. Sie nehmen Bulldogge „Wiggleton“ mit nach Hause und nennen ihn fortan „Diggy“. Musiker Dan stellt als glücklicher Adoptivvater ein Video von sich und seinem neuen Kumpel aus dem Tierheim ins Netz. Im Video spielt er auf der Gitarre und singt einen Song für Diggy. Dieser tolle Hund schleckt seinem neuen Herrchen dankbar über das ganze Gesicht – wie herzerwärmend. Doch als ich weiter recherchiere stelle ich fest, diese Adoptionsgeschichte hat noch längst kein gutes Ende gefunden.

Bevor Dan das Video postete, stellte er noch ein Foto von sich und und Diggy bei Facebook ein. Das Foto ging in den sozialen Medien ab wie Schmidts Katze. Beide grinsen darauf breit in die Kamera, man kann das Glück der beiden richtig spüren. Auch das Tierheim postet das Bild.

Bulldogge Diggy ist gar keine Bulldogge?

Kurz nachdem das Bild und die Nachricht über die glückliche Adoption im Netz kursierten, stand auch schon die Polizei vor Dans Tür und verlangte den Hund zu begutachten.

In Waterford, wo Dan mit Freundin Megan und Diggy wohnen, sind Pitbulls auf der Liste für verbotene Hunderassen. Genauer gesagt alle Hunderassen, die im weitesten Sinne den Rassen American Staffordshire Terriers, Staffordshire Bull Terriers oder American Pit Bull Terrier entsprechen, sind absolut verboten.

Selbst der Nachrichtensender CBS berichtet von dem Vorfall, demnach behaupteten die Polizisten nach CBS Angaben, dass Diggy ein Pitbull sei und deshalb sei Dan verpflichtet, ihn so schnell wie möglich wieder abzugeben. Dieses Urteil erfolgete ausschließlich aufgrund ihrer eigenen Begutachtung des Hundes.

Von Rasselisten und Listenhunde

Da Hunde wie Diggy verschiedensten Kreuzungen entspringen, ist die Identifizierung eines Pitbulls ohne genetischen Test, extrem schwierig. So ist es schwer zu behurteilen, ob Diggy ein Pitbull ist oder einfach nur so ähnlich aussieht. Ein pauschales Verbot von Pitbulls macht schon deshalb einfach gar keinen Sinn. Abgesehen davon, dass Rasselisten dem großen Irrtum entspringen, wonach Listenhunde grundsätzlich aggressiv und gefährlich seien. Menschen können Hunde jeglicher Rasse zu einer gefährlichen Waffe abrichten. Es hängt schlichtweg nicht von der Rasse ab. Der Mensch biegt und bricht Hunde für seine Zwecke und dafür sollten eben diese Menschen bestraft werden und nicht Hunde wie Diggy.

Bulldogge in Not

Das Tierheim setzt sich nun stark dafür ein, dass die Stadt ihre starre Haltung im Fall „Dan und Diggy“ aufgibt. Das Paar Dan und Megan haben inzwischen eine Petition gestartet, die die Stadt dazu aufruft die Rasseliste zu überarbeiten und zu lockern.

Es herrscht also überall der gleiche ungerechte Umgang mit sogenannten „Kampfhunden“ und entsprechenden Rasselisten. Die Politik reagiert reflexhaft, dabei ignoriert sie Tatsachen, um Wählerdstimmen zu kassieren.

(c) Dan-Tillery-Facebook-Bulldog-Pitbull-urban-dog-4
Darf Diggy in seinem neuen zu Hause bleiben?

Wir wünschen dem Dream-Team Diggy, Dan, und Megan alles Gute, damit sie so lange wie möglich zusammenbleiben können.

Macht euch selbst einen Eindruck von Dan Tillery, von seiner Musik und von Diggy. Vielen Dank an Dan Tillery und Detroit Dog Rescue für die beeindruckenden Bilder.