In der Großstadt mit einem Hund leben, ist wunderbar.

Man entdeckt auf ganz andere Weise die grünen Lungen des Betondschungels, der uns umgibt, lernt Wege und Wälder kennen, die uns sonst wahrscheinlich verborgen geblieben wären. Und so mancher Hundehalter aus der Großstadt lernt sogar mehr über die Fauna, als ihm lieb ist. Nicht selten stand ich mit meinen angeleinten Hunden mitten im Gebüsch – war der Natur so nah – aber nicht etwa um diesen Moment zu genießen!

Der Grund dafür ist doch häufig, dass ich hoffte, mit dieser eindeutigen Geste deutlich machen zu können, dass meine Hunde NICHT mit dem auf uns zuflitzenden Fiffi spielen wollen.

Aber wie kann das sein?

Schließlich geht man doch in den Park um Artgenossen zu finden, ausgelassen zu spielen, Sozialkontakte zu knüpfen u.v.m. Und jeder der seinem Hund das verwehrt kann doch kein guter Hundehalter sein!?

(c) Jennifer-Kaeferboeck-Grossstadt-Rico-2009
(c) Jennifer-Kaeferboeck-Grossstadt-Rico-2009

Auch mitten in einer Übung muss es möglich sein, dass der eigene Hund vom freilaufenden Hund abgeholt und zum spielen aufgefordert werden darf!

Und wenn mein Hund nicht spielen will? JAAA, dann kann das schon auch an meiner eigenen fehlenden Sozialkompetenz liegen, die ich auf meinen Hund übertragen habe, denn ich habe einen großen Freundeskreis, könnte es sein, dass sich das jetzt ändert?

Und diese fachmännische Aussage kann in unter 5. Min getroffen werden. Und sogar auf Entfernung! Sollte man nicht glücklich sein, über eine qualifizierte Aussage, die einem hilft sich selbst zu reflektieren und auch das Verhalten des Hundes erklärt und das sogar völlig kostenlos und wenn man dran bleibt auch noch weiter ausgeführt wird???!

Der Hund meines gegenüber stellt die Nackenhaare auf, Rute steht im 90 Grad Winkel nach oben, Ohren nach vorne gerichtet. Aber zum Glück teilt mir Frauchen mit, dass Ihr Hund unsicher sei und deshalb so auf meine Hunde zugehe…was für ein Glück, dass Sie nicht nur mein eindeutiges Fehlverhalten erkannt hat, sondern auch Ihren Hund lesen kann wie ein offenes Buch!!!

Warum ich meinen Hund an der Leine führe:

Nicht jeder Hund ist verträglich und genießt es oder freut sich über spontanen Besuch an seiner Seite. Mein großer Münsterländer Mischling war ein ganz besonderes Exemplar, der ganz deutlich machte, dass er diese Begegnungen nicht schätzt. Zum Schutz der anderen Hunde wurde er also an die Leine genommen wenn, uns ein anderer Hund entgegen kam.

 

Wie verhältst du dich in vergleichbaren Situationen? Wie kommuniziert man als Hundehalter am besten mit anderen Hundehaltern? Deine Meinung zählt! Ganz unten in der Kommentarfunktion!