Auch wenn sich mehr und mehr Hotels (in allen Kategorien) auf vierbeinige Gäste einstellen, wird das Thema Hund im Hotel vielerorts kontrovers diskutiert. Diejenigen, die mit ihren Vierbeinern viel unterwegs sind, beschweren sich oft und gerne darüber, dass viele Hotels den vierbeinigen Gästen kritisch gegenüber stehen. In manchen Hotels sind Hunde nur bis zu einer bestimmten Größe erlaubt. In einigen Unterkünften der oberen Kategorie ist der Preisaufschlag pro Hund und Nach so hoch, dass man sich anstatt einer Woche Urlaub mit Hund(en) auch ein Flugticket nach New York kaufen könnte.

Auf der anderen Seite stehen die Hoteliers, die schlechte Erfahrungen gemacht haben. Es ist oftmals das (Fehl-)Verhalten der Zweibeiner, das die Vierbeiner zu unerwünschten Gästen macht. Häufchen im Hotelflur, die nicht weg geräumt wurden, sind dabei noch die harmlosesten Vorkommnisse.

10 Tipps zum Thema Hund im Hotel
© Martina Züngel-Hein

Gute Erfahrung mit Rhodesian Ridgebacks im Hotel

Ich mache in der Regel gute Erfahrungen mit Hotels. Meine beiden Rhodesian Ridgebacks wirken oftmals wie „Eisbrecher“, weil sie beim Einchecken nebeneinander wie angenagelt sitzen und mit einem verhungerten Augenausdruck fast jeden um den Finger wickeln …

Wenn das allerdings nicht so ganz zieht, dann habe ich nun 10 Tipps, wie ihr euch das Leben mit Hund im Hotel einfacher machen könnt:

  1. Erkundigt euch bitte immer vor der Reservierung, ob in eurem Wunschhotel Hunde erlaubt sind. Wenn ja, ob sie mit ins Restaurant und/oder in die Bar dürfen. Klärt bitte auch vorher, welche Kosten dabei auf euch zukommen.
  2. Haltet euch im Hotel an die vorgegebenen Regeln und versucht nicht, diese mit den Mitarbeitern zu diskutieren.
  3. Führt eure Fellnasen in allen öffentlichen Bereichen des Hotels immer an der Leine – egal, wie toll euer Hund erzogen ist und auch wenn er sonst immer ohne Leine herum läuft.
  4. Sorgt dafür, dass eure Rüden nicht die Blumenbeete, Sträucher, Zäune oder Wände rund um das Hotel anpinkeln. Das gehört sich nicht (nicht nur bei Hotels).
  5. Jeder Hund kann einmal unpässlich sein und die eine oder andere Unsauberkeit hinterlassen. Das ist nicht schlimm. Könnt ihr das „Unglück“ nicht selbst beseitigen, gebt direkt an der Rezeption Bescheid und bittet um Hilfe.
  6. Wenn eure Hunde in fremder Umgebung nicht alleine bleiben können, dann lasst eure Fellnasen auch bitte nicht alleine. Das schont die Nerven sowohl von anderen Gästen als auch von den Hotelmitarbeitern.
  7. Wenn ihr von Hotelmitarbeitern angesprochen werdet, weil sich ein anderer Gast über euren Hund beschwert hat (weil er zu viel bellt, zu groß oder zu sonst etwas ist), bleibt bitte freundlich und sachlich. Eine Beschwerde auszudiskutieren à la „der hat nur mal ganz kurz gebellt“, bringt nichts. Es kostet auf allen Seiten nur Nerven.
  8. Bitte benutzt die (meistens) weißen Hotelhandtücher nicht zum Reinigen von dreckigen Pfoten oder nassen Hunden. Nehmt einfach ein oder zwei Hundehandtücher von Zuhause mit.
  9. Mittlerweile gibt es in vielen Hotels Begrüßungsleckerlis für die vierbeinigen Gäste. Meckert da nicht gleich herum, bloß weil das Produkt nicht in eure Futterphilosophie passt. Das Hotel meint es nur gut. Und es bleibt euch ja überlassen, ob ihr das Leckerli verfüttert oder nicht.
  10. Viele Hunde schlafen bei Herrchen und/oder Frauchen im Bett. Das kann man gut finden oder nicht. Wenn ihr darauf nicht verzichten wollt, nehmt doch bitte entsprechende Decken (oder Betttücher) von Zuhause mit, mit denen ihr die Hotelbettwäsche abdecken könnt. Der Hintergrund ist ein ganz einfacher: In der Regel wird die Bettwäsche des gesamten Hotels zusammen gewaschen – d.h. die Bettwäsche, in der ein Hund gelegen hat, kommt genauso in die Waschmaschine wie die Bettwäsche aus einem Allergikerzimmer. Die Hundehaare verteilen sich damit auf die gesamte Hotelwäsche …

Die drei großen Zauberworte für mich sind: Rücksichtnahme, Verständnis und Freundlichkeit. Das hilft in fast allen Situationen … nicht nur, wenn ihr mit Hund im Hotel unterwegs seid … 😉